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13 Kurzgeschichten
Vorwort
Verschmitzt, hintersinnig, mit einem Schuß Humor und menschlicher Wärme, das sind die Geschichten von Roland Lange. Als ich Roland kennenlernte, fiel mir sein trockener Humor auf und seine Art, vorsichtig und nachdenklich mit Menschen und Situationen umzugehen. Und genau das empfindet man beim Lesen dieses Buches. Nicht nur der Alltag zwischen Familie und Katasteramt wird mit Genauigkeit, Witz und Einfühlungsvermögen beschrieben, sondern auch der Glaube wird humorvoll auf die Schippe genommen; und gleichzeitig zeigt sich ein Tiefgang, der einen fast zwingt, die Gedanken weiterzuspinnen, auch wenn man das Buch zugeklappt hat. Ich finde, es ist immer ein Balanceakt, wenn man christliche Literatur schreibt, ein Balanceakt zwischen Kitsch und übertriebener Zurückhaltung. Roland Lange geht den goldenen Mittelweg und versteht es, das, was ihm wichtig erscheint, zu sagen, aber so, daß es authentisch, spannend und real bleibt, ohne in langweiliger Alltagsbeschreibung stecken zu bleiben. Da wird man hineingenommen in einen Kurzkrimi und verfolgt das groteske Gespräch zwischen Pastor und Amateurdetektiv. Ein Wunder entwickelt sich beim Lesen, und man fragt sich bis zum Schluß: Was steckt wirklich dahinter? Man taucht in die Welt eines einsamen, alten Mannes ein und erlebt die seltsame Überraschung einer Büroangestellten. Langes Personen sind keine großartigen Helden, sondern Menschen mit Fehlern, Schwächen und Herz. Es fällt leicht, sich zu identifizieren. Ich habe mit Vergnügen dieses Buch gelesen!
Albrecht Gralle

